Rarität – 16-Fränkler wird für das 500-fache versteigert
Im Auktionshaus Rapp in Wil SG kommen am Mittwoch zwei seltene Schweizer Münzen unter den Hammer. Die Startpreise liegen bei mehreren Tausend Franken.
Den 16-Fränkler gibt es nur 100-mal
Das Auktionshaus Rapp in Wil SG versteigert am Mittwoch zwei alte Schweizer Goldmünzen. Eine der Münzen stammt aus dem Kloster Fischingen TG. Ihr Startpreis bei der Auktion liegt bei 10’000 Franken. Die andere Münze ist ein 16-Fränkler, aus Gold aus dem Calanda-Massiv GR, wie das Auktionshaus Rapp in einer Mitteilung schreibt.
«Dort wurde nur sehr wenig Gold abgebaut»
Das Gold der 16-Franken-Münze, aus dem Jahr 1813, stammt aus einem kleinen Bergwerk im Graubünden. «Dort wurde nur sehr wenig Gold abgebaut», erklärt Faber. Daraus geprägt wurden nur 100 Münzen. «Die Goldader wurde nicht richtig verfolgt. Das Werk ging später pleite.»
Einen 16-Fränkler gibt es heute offensichtlich nicht mehr, doch auch im 19. Jahrhundert bekam man sie nicht oft zu sehen: «Gold war natürlich damals schon sehr viel wert. Die Münze wurde nur für sehr hohe Transaktionen verwendet», sagt der Numismatiker. «Die Währungen und Münzen waren damals von Kanton zu Kanton unterschiedlich, je nachdem, wie gerechnet wurde.» Heute ist die Münze mehr als 500-mal so viel wert. Der Startpreis der Auktion liegt bei 8000 Franken.
Münze könnte für 20’000 Franken verkauft werden
Die Münze aus dem Kloster ist knapp 300 Jahre alt, sie wurde im Jahr 1726 hergestellt. Es gibt nur 50 Stück. Faber schätzt, dass die Münze an der Auktion für 20’000 Franken verkauft werden könnte. Genau kann er es aber nicht vorhersehen.
«Der Wert der Münzen setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen», erklärt Faber. Einerseits fasziniere die Seltenheit der Münzen, andererseits ihr guter Zustand. Besonders freut sich das Auktionshaus Rapp darüber, dass die Münzen aus der Region kommen.