Zwei Brüder, eine Leidenschaft – und eine aussergewöhnliche Sammlung im Auktionshaus Rapp
Anfang Juni 2026 gelangt im Auktionshaus Rapp eine Münzsammlung zur Versteigerung, die in ihrer Geschlossenheit und Qualität herausragt: die Sammlung der Gebrüder Weibel.
Über Jahrzehnte hinweg aufgebaut, vereint sie Schweizer Silber- und Goldmünzen ab dem 16. Jahrhundert, seltene Proben sowie ausgewählte internationale Prägungen. Es ist eine Sammlung, die nicht auf Zufälligkeit beruht – sondern auf Wissen, Geduld und einem klaren Blick für Substanz.
Das Vermächtnis zweier Brüder aus Endingen
Mit der Sammlung der Gebrüder Weibel kommt eine bedeutende Kollektion mit weit über 300 Auktionslosen auf den Markt. Sie erzählt nicht nur von Seltenheit und Qualität, sondern auch von zwei Brüdern, die Geschichte nicht nur bewahrt, sondern gelebt haben.
Über viele Jahre hinweg trugen Karl und Hans Weibel Münzen mit Wissen, Geduld und Leidenschaft zusammen – als stille Zeugnisse von Herkunft, Zeit und Erinnerung.
Frühe Jahre in Endingen
Karl und Hans Weibel wuchsen in Endingen in einem Umfeld auf, das von Zusammenhalt, Bildung und Bodenständigkeit geprägt war. Trotz fünfzehn Jahren Altersunterschied verband sie von Anfang an mehr als nur die Familie.
Beide waren tief in ihrer Heimat verwurzelt, beide interessierten sich für Geschichte – und beide wollten verstehen, bewahren und gestalten.
Zwei Lebenswege – eine gemeinsame Haltung
Karl Weibel (1922)
Karl studierte Medizin in Fribourg, Zürich, Basel und Bern und wurde später der erste Aargauer Spezialarzt für Radiologie FMH. 1955 eröffnete er in Baden ein eigenes Röntgeninstitut. Parallel dazu widmete er sich intensiv der Geschichte seiner Heimat und wurde zum Chronisten von Endingen.
Hans Weibel (1937)
Hans ging einen unternehmerischen Weg. Nach seiner Ausbildung machte er sich früh selbständig, übernahm die Sitzmöbelfabrik Kyburz AG und baute in Endingen eine moderne Produktionsstätte auf. Gleichzeitig engagierte er sich politisch und gesellschaftlich für seine Region.
Die Sammlung
Was die beiden Brüder verband, war mehr als Herkunft – es war eine gemeinsame Haltung. Der Blick für Qualität, die Achtung vor Geschichte und der Wunsch, Werte zu bewahren. Diese Haltung spiegelt sich in der gesamten Sammlung:
- Schweizer Silber- und Goldmünzen ab dem 16. Jahrhundert
- Seltene Ausgaben und bedeutende Proben
- Stücke in herausragender Erhaltung, teils unzirkuliert
- Ausgewählte internationale Prägungen
- Über 300 Auktionslose
Zürich, Taler o. J. (ca. 1710),
sogenannter Schanzentaler. Variante mit Blumenboden und Wappen im Perlkreis.
Zürich, Taler 1773,
sogenannter Gessner-Taler.
Graubünden,
16 Franken 1813.
Solothurn,
Doppelduplone 1787.
Die Auktion
Münzenauktion am 2. und 3. Juni 2026
Die Sammlung wird im Rahmen der grossen Münzenauktion im Auktionshaus Rapp angeboten – in den Online Only Auktionen sowie in den Saalauktionen.
Das gesamte Angebot ist ab Mitte Mai 2026 online verfügbar.
Mitbieten können Sie:
- über die Rapp Auktionsplattform
- über internationale Auktionsplattformen wie Auex, Numisbids, Sixbid etc.
Neben der Sammlung erwartet Sie ein ausgewähltes numismatisches Angebot von der Antike bis zur Neuzeit.
Für Einlieferer
Planen Sie eine Einlieferung?
Wir nehmen bis zur letzten April-Woche noch geeignete Objekte entgegen und beraten Sie gerne persönlich.
L'exellence Suisse –
Die kostbarsten Münzen der Schweiz
Patronat: Comité Antoine Bovy, Genf
Übersetzung: Dr. Ursula Kampmann
Graphisches Konzept: Auktionshaus Rapp, Wil
Fotografen: Laurent Bonneau, Sébastien Dubouchet,
Sébastien Firmenich
Drucklegung: April 2017
Kontakt
Sie besitzen auch ein solches Stück, oder haben eine Münzsammlung, die sie verkaufen möchten? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf. Unser Leiter der Numismatik, Mauritius Faber berät Sie gerne.
Mauritius Faber
Leiter Numismatik
Toggenburgerstrasse 139 | CH-9500 Wil, Schweiz
Tel. 0041 71 923 77 44 | info(at)rapp-auktionen.ch